Rettet die Bienen!

2019 starten wir ein Nachhaltigkeitsprojekt zum aktiven Bienen- und Insektenschutz in der Region – Umweltservice Mannert …schützt die Bienen! Ein Großteil unserer Lebensmittel wie beispielsweise Gemüse, Früchte, Nüsse, Gewürze, Planzenöle und vieles mehr, ist auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Wenn wir von 100% aller Pflanzen sprechen die für etwa 90 % der globalen Lebens- und Nahrungsmittelproduktion sorgen, werden 71 allein von Bienen bestäubt. Allein in Europa sind mehr als 4.000 Pflanzenarten von der Bestäubung der Bienen abhängig.

DAS BIENENSTERBEN

In den letzten Jahren sterben mehr und mehr Bienen. Nicht nur viele europäische Länder leiden unter einer ungewöhnlich hohen Sterberate ihrer Honigbienen, weltweit berichten Imkerinnen und Imker seit den späten 1990er Jahren von einem plötzlichen und unerklärlichen Rückgang ihrer Bienenpopulationen.

Das hat verschiedene Gründe: Schwindende Lebensräume mit ausreichendem Futterangebot, Klimawandel, Parasiten und Krankheiten. Eine besondere Gefahr für die Bienen sind jedoch chemische Pestizide. Insbesondere Chemikalien aus der Gruppe der Neonicotinoide sind wahre Bienenkiller. Sie schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere. Neonicotinoide können zu einer chronischen Vergiftung führen und haben oft tödliche Folgen für einzelne Individuen oder gar ganze Bienenvölker. Dies passiert beispielsweise, wenn Arbeiterbienen durch Pestizidwolken fliegen oder wenn sie ihrer Brut verseuchten Nektar und Pollen bringen.

DIE LÖSUNG

Es sind nicht immer die ganz großen Aktionen wie die Einführung neuer Gesetze die den Einsatz bestimmter Pestizide verbieten.

Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen und der Schutz von noch intakten Ökosystemen tragen dazu bei, Bienen das Umfeld zu schaffen und zu erhalten, das sie zum Leben benötigen. Das Pflanzen von Hecken und Wildblumenflächen sowie miteinander verbundene Lebensräume helfen ebenfalls. Allerdings ist es auch hier wichtig zu wissen was gepflanzt werden soll bzw. wie beispielsweise Grünflächen zum nachhaltigen Bienenschutz genutzt werden können.

LOS GEHT‘s

Zum Start unserer Aktion haben wir einige Punkte zusammengetragen mit denen jeder einzelne einen aktiven Beitrag zum Schutz der Bienen leisten kann.

Pflanze eine Blumenwiese und verbanne den englischen Rasen.

Erkundige Dich vorher nach der richtigen Saatmischung um hier auf der sicheren Seite zu sein.

Bau den Bienen ein Zuhause - indem Du nichts machst!

Eine „Wilde Ecke“ mit Totholz im Garten schafft Nistplätze für Bienen und Nützlinge. Verzichte auf das gekaufte Bienenhotel, die Tiere können sich hier an unfachgerecht behandeltem und bearbeitetem Material verletzen und sterben.

Geh zum Imker und hole dort Deinen Honig.

Du unterstützt nicht nur den lokalen Imker sondern kaufst auch reinen Honig der Dir beispielsweise über die nächste Erkältung hinweghelfen kann.

Weder Nektar noch Pollen – die richtige Mischung gibt es auch für Balkon und Blumenkästen.

Die gewohnten Pflanzen für Balkon und Blumenkästen wie Geranien, Pelargonien, Fleißige Lieschen oder Forsythien sehen schön aus und riechen gut – bieten aber weder Nektar noch Pollen.

Nicht alle Wege führen in die Blüte.

Vor lauter prächtigen Blütenblättern finden die Bienen in gefüllten Arten wie Astern, Rosen und Rittersporn keinen Weg in die Blüte.

Blumenerde ist nicht gleich Blumenerde.

Beim Kauf von Blumenerde zum Schutz der Moore auf torffreie Erden aus regionaler Kompostproduktion achten oder selber mischen: Zu gleichen Teilen Gartenerde, Gartenkompost und Sand vermengen.

WIR BLEIBEN DRAN

Zusammen mit den verschiedensten Institutionen aus Augsburg Stadt und Land entsteht ein Zusammenschluss von Verbänden, Vereinen, Kommunen und Engagierten. Wir bleiben dran, machen mit und halten Sie auf dem Laufenden.